World of Workcraft

Irgendwie kommt man zu nichts.

Fast drei Wochen sind schon vergangen seit ich in meine neue Wohnung eingezogen bin. Und noch immer steht darin eigentlich nichts außer einem Bett und einem Schrank. Gut, seit einer Woche habe ich eine Waschmaschine und eine DSL-Flat (die natürlich deutlich wichtiger war, als ein Schreibtisch, ein Kühlschrank oder eine funktionierende Flurbeleuchtung). Immerhin ein Anfang. Aber vom Luxus eines Sofas oder eines Fernsehanschlusses bin ich noch weit entfernt. Sogar die Bürokratie muss noch etwas Geduld mit mir haben: Einwohnermeldeamt, KFZ ummelden, Adressänderung bei der Krankenkasse… 1

Das Problem dabei ist, dass die meisten dieser Aufgaben nur Mo-Fr zwischen 09:00 und 18:00 erledigt werden können. Da bin ich natürlich wo? Genau… auf Arbeit. Und die macht mir momentan auch noch jede Menge Spaß mit der Folge, dass z.B. der heutige Freitag der erste Tag dieser Woche ist, an dem ich vor 20:00 zu Hause war. Insgesamt bleibt werktags also nur wenig bis gar keine Zeit, irgendeinen Techniker zu empfangen oder Möbel zu kaufen. Ich kann allerdings von den Sachbearbeitern in den Ämtern, vom Telekom-Techniker oder von den Mitarbeitern im Baumarkt auch nicht erwarten, dass sie wegen mir Nachtschichten einlegen.

Und wie lösen wir jetzt das Problemchen? Mit einem Becherchen? Leider nein. Eine Woche Urlaub wäre toll… aber utopisch. Immerhin konnte ich herausfinden, dass das Bürgerbüro am Dienstag bereits ab 07:00 geöffnet ist – also kann ich mich wenigstens an meinem neuen Wohnsitz anmelden.

Und der Rest? Golem sagt, die wunderlist könnte helfen – eine nette, kleine Anwendung vom Startup 6wunderkinder, mit der ich versuche, überhaupt mal alle anstehenden Aufgaben zu sammeln und zu sortieren. Angeblich hilft es ja schon, anstehende Aufgaben einfach zu notieren. So soll man sich auf die aktuelle Aufgabe konzentrieren können und muss nicht noch alles Zukünftige im Kopf behalten.

Vielleicht erhalte ich ja so wieder den Überblick, den ich seit Ende Juli irgendwo inmitten von Abschlussprüfung(en), Bewerbung, Vorstellungsgespräch, Kündigung, Auszug, Wohnungssuche, neuer Arbeitsplatz, kleineren Nachwehen meiner Ausbildung und den Einzügen in zwei Wohnungen (alles mit jeder Menge Papierkram verbunden) beinahe verloren habe 2.

Egal, ob die Liste ihrem Namen gerecht wird oder nicht… für den Rest des Jahres sehe ich momentan keine andere Möglichkeit, als zu versuchen, die kommenden Samstage zu nutzen und fröhlich zu prokrastinieren. Darin bin ich aber ziemlich gut 🙂

 

/tehk

 


Notes:

  1. Die drei genannten Dinge erfordern persönliches Erscheinen
  2. Innerhalb von 6 Wochen waren das über 6000km mit dem Auto und zwei Tage vor meinem ersten Arbeitstag hatte ich noch keine Wohnung

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